Entspannte Tempeltour in Peking

Hallo ihr Lieben,

es freut uns wirklich riesig, dass die bisherigen Berichte samt Bilder so gut bei euch ankommen. Kaum schreibt man einen Tag nichts, gibt es schon die ersten Beschwerden ;-).

Gestern war unser letzter Tag in Peking. Wir sind mit der U-Bahn Richtung Lamakloster gestartet. Schon beim Verlassen der U-Bahn wurden uns Räucherstäbchen von Massen an Verkäufern regelrecht in die Hand gedrückt. Aber nichts da, wir sind ohne davongekommen. Da der Himmelstempel angeblich kein echter Tempel sei, ist es fast ein Muss das Lamakloster zu besichtigen. Es ist das berühmteste buddhistisch-tibetische Kloster außerhalb des Mutterlandes. Und genau dementsprechend viel los war dann auch. Unmengen an Touristen, die mit Tüten voll Räucherstäbchen bewaffnet den Tempel gestürmt haben. Vor bzw. in jedem Gebäude waren Feuer zum Anzünden / Tische zum Ablegen der Stäbchen sowie Gebetsknietische vorhanden. Jede Statue hat wohl eine andere Bedeutung, was für uns aber mal wieder schlecht zu lesen war. Beeindruckend war aber im Wanfu-Pavilloneine 18 m hohe Buddha-Statue, die aus einem einzigen Stück Sandelholz geschnitzt war. Danach sind wir aber auch schon wieder schnell auf und davon. Da wir es irgendwie trotzdem nicht lassen konnten, machten wir uns auf den Weg zum Weiße-Wolken-Kloster. Dabei ein kurzer Stopp in einem Garagen-Imbiss bei Teigtaschen (mit Schwein gefüllt….wie immer hoffentlich stimmt´s auch). Die waren sowas von lecker, die Leute mehr als freundlich (und erstaunt über uns Ausländer in diesem Imbiss) und unschlagbar günstig. Ja, das Weiße-Wolken-Kloster lag etwas versteckt, weg vom Touristenzentrum. Nach dem Eingang fiel uns sofort eines auf: Stille, Ruhe und keine Menschen! Sehr erholsam :). Das Kloster wurde übrigens bereits im Jahre 739 n.Chr. gegründet und wird heute immer noch von taoistischen Mönchen bewohnt und unterhalten.

Um 23:46 Uhr ging dann unser Zug von Peking nach Pingyao. 14 Stunden Zugfahrt in einem ‚hard seat‘, da alles andere inkl. Liegeplätze bereits ausgebucht war. Wir waren schon am Bahnhof die Attraktion schlechthin. Es wundert mich doch immer wieder, da ich Peking als moderne, offene Stadt eingeschätzt hätte. Zu lustig, wie die Menschen einen regelrecht ‚anstarren’ oder versuchen heimlich Fotos zu machen. Nachdem wir endlich den richtigen Bahnsteig gefunden haben, sind wir dann mit unserem riesen Gepäck durch den übervollen Zug, zu unserem (zum Glück) reservierten Sitzplatz, der natürlich schon besetzt war. Aber einfach Ticket zeigen, und der Platz wird selbstverständlich freigemacht. Die Zugfahrt an sich war ganz okay, aber trotzdem richtig anstrengend. Sitzend schlafen ist nicht wirklich erholsam, vor allem nicht, wenn man zusammengekuschelt, in einem 6er Sitz wie in den deutschen Zügen versucht, ein bisschen Privatsphäre, das heißt Abstand zu behalten. Große Aufregung dann, als plötzlich der Schaffner kam und unsere Tickets sehen wollte. Katharina hatte sie zuletzt und natürlich nicht mehr gefunden. Gefühlte 1000 Augen waren auf uns gerichtet. Es ist für alle immer sehr spannend was wir so in unseren Rucksäcken haben :D. Naja, der Schaffner ging irgendwann weiter und Ewigkeiten später hatten wir auch die Tickets wieder, nur wollte sie da keiner mehr sehen… (Die Rucksäcke haben einfach zu viele Taschen!!!). Auch immer wieder sehr unterhaltsam sind Situationen in denen die Chinesen (offensichtlich) über uns Reden, z.B. über große Nasen und Augen. Und wir dabei einfach lachen müssen, da man selbst durch Gestik/Mimik und teilweise der Aussprache gut versteht, um was es geht. Einer sprach dann seine Sitzplatznachbarin an (die mit uns davor schon Englisch redete), dass sie uns doch mal fragen soll, ob wir Chinesisch verstehen würden.

Und jetzt sitzen wir in unserem Hostel, einem Hofhaus, und schreiben Bericht. Ein Hofhaus besteht aus mehreren Häusern, die um einen gemeinsamen Innenhof gereiht sind. Pingyao ist für sein mingzeitliches Stadtbild bekannt. Als wir ankamen, sah es hier wie in einer normalen chinesischen Stadt aus. Das Besondere in Pingyao ist, dass die alte Stadtmauer noch steht. Innerhalb dieser Mauer dürfen keine Autos und größeren Roller etc. fahren. Deshalb ist es hier schön ruhig und gemütlich!

One Response to Entspannte Tempeltour in Peking

  1. Ingrid und Siegfried sagt:

    Hallo ihr zwei wieder ganz tolle Berichte und super Bilder hatten am letzten Camping kein Internet waren schon richtig auf Entzug wünschen euch weiterhin eine tolle Reise und noch viele schöne Erlebnisse. Achja noch was habt ihr das hotel in Bangkok schon gebucht ihr könnt uns auch einfach die email schicken dann buchen wir es. Mit den Flügen ist jetzt alles klar. Liebe Grüße Ingrid und Siegfried

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